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  Über mich
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Wolfgang Dell´s Leidenschaft ist unverkennbar. Er liebt nicht nur Messer, er macht sie auch. Da sind vor allem die eleganten Messer, die ihn inspirieren, insbesondere die Bowies. Wolfgang Dell ist Jahrgang 1945, seit nunmehr 40 Jahren verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Zunächst studierte er Textilbetriebswirtschaft, dann packten ihn die Mysterien der Elektronik und er setzte noch ein Informatik Studium oben drauf. So landete er in der Software Branche und erhielt sein Betätigungsfeld für Jahrzehnte.
Für die intensive Auseinandersetzung mit der IT benötigte Wolfgang Dell immer wieder einen entsprechenden Ausgleich. Er fand und findet ihn in der Natur.
Doch lassen wir ihn selbst zu Wort kommen:

"Anlässlich eines Paddel-Trips in Alaska, den ich mit drei Freunden 1992 plante, suchte ich nach einem großen Messer, möglichst in der Form eines Bowies. Ich konnte nichts finden das meinen Vorstellungen entsprach. So baute ich mir kurzerhand mein eigenes Messer. Groß war es, schwer war es auch aber es gefällt mir noch heute. Das Wichtigste, es erfüllte hervorragend seinen Zweck. Nach Beendigung der Tour zeigte ich das Messer meinen Schützenkameraden und Westernfreunden. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich weitere sechs Stück gebaut.

Tief beeindruckt von Messern, die ich beim Besuch der Messerausstellung „Klinge 95“ in Echterdingen sah, wollte ich die Messermacherei eigentlich wieder aufgeben. Die Messer die ich dort gesehen hatte verschlugen mir die Sprache. Auf dieser Ausstellung lernte ich Peter Herbst und Jockl Greiß kennen. Sie sahen einige meiner Arbeiten und sagten mir, dass ich weitermachen solle. Sie schlugen mir vor der Deutschen Messermacher Gilde beizutreten. Ich fühlte mich geehrt, zeigte es mir doch, dass meine Arbeiten nicht so schlecht waren, wie ich es zunächst angenommen hatte. Es fanden sich noch weitere Befürworter meines Beitrittes: Fritz Schneider und Jean-Pierre Ganster. Bei der Generalversammlung im Oktober 1996 wurde ich als Vollmitglied der DMG aufgenommen. Zwei Jahre lang war ich Mitglied des Qualitäts- und Beitrittsausschusses. Im Jahre 2003 trat ich aus der Gilde aus. Das Motto der DMG „ein Garant für Qualität“ zu sein, konnte ich nicht mehr mittragen.

Nachdem ich in Lugano auf der „Espolama 2000“ die Auszeichnung „Best Hunting Knife 2000“ erhielt, folgte eine Einladung von Francesco Pacchi und Alfredo Botecchia. Seit November 2000 bin ich Mitglied der italienischen Messermacher Gilde Corporatione Italiana Coltellinai.

Seit dem Bau meines ersten Messers hat dieses „intensive Hobby“ Ausmaße angenommen, wie ich es eigentlich nicht erwartet hätte. Bedingt durch die vielen Messen im In- und Ausland und den dadurch steigenden Bekanntheitsgrad, auch durch Veröffentlichungen in diversen Magazinen und Büchern, wurden internationale Messersammler auf meine Arbeiten aufmerksam. Mein Klientel ist inzwischen als international bezeichnet werden, Kunden in Australien, Mexiko, USA, Schweiz, Frankreich, Italien und natürlich in Deutschland trugen zu meinem wachsenden Erfolg bei. Dafür bedanke ich mich an dieser Stelle ganz herzlich!

Leider machten mir diverse Bandscheibenvorfälle und deren misslungene Operationen einige Striche durch das von mir geplante Leben. Aber ich mache weiter, nicht mehr so intensiv wie vorher, die Freude am Messermachen ist geblieben. Diese Freude und Erfüllung ist dann besonders groß, wenn meine Kunden mir ihre Zufriedenheit über meine Arbeit mitteilen.

Ich habe mir als Logo für meine Messer die Hand der Hopi Indianer ausgewählt. Dieses indianisch, ethnische Zeichen, symbolisiert den Frieden und den Quell allen Lebens, das Wasser! Es strahlt für mich Ruhe und Gelassenheit aus und eine tiefe Verbundenheit zur Natur.

Meine Philosophie ist recht einfach: jedes neue Messer sollte ein wenig besser werden als das vorherige! Aber wie das so ist, keiner ist perfekt. Kontinuierlich versuche ich, meine autodidakt erworbenen Kenntnisse weiter auszubauen und meiner Vorstellung von „perfekt“ näher zu kommen.

Mein eigener Stil? Ich kann mich nicht wirklich auf einen Stil festlegen. Es sind zu viele Formen, Materialien, Ideen und Eindrücke, die mich beeinflussen. Ich mache immer gerade das was mir gefällt. Inspirationen erhalte ich von Kollegen, von Künstlern, die um Klassen besser sind als ich selbst.
Wie man unschwer an meinen bisherigen Arbeiten erkennen kann: ganz besonders hat es mir das amerikanische „Bowie Knife“ angetan. Diese Vorliebe wurde sicher geprägt durch zahlreiche Aufenthalte in den USA. Bei meinem nunmehr über 30 jährigen Hobby, das Sammeln alter amerikanischer Feuerwaffen, kam ich zwangsläufig auch mit den in der Pionierzeit verwendeten Bowie Messern in Berührung.

Nun ja, mir gefallen eben elegante Messer, egal ob groß, klein, Interframe, Integral oder wie auch immer gebaut. Vorwiegend stelle ich derzeit Messer in integraler Bauweise her. Ich liebe klare Linien in Verbindung mit edlen Materialien. Meine am meisten verwendeten Stähle sind RWL-34, Elmax Superclean, S90V, 1.2379 (D-2), 4192 (Sonderlegierung), Damasteel und individuelle Damaste diverser exzellenter Damastschmiede. Die Lieblingsmaterialien für die Beschalung sind natürliche Werkstoffe, z.B. Wüsteneisenholz oder andere edle Hölzer mit „dramatischen“ Maserungen, Mammut Elfenbein, Walrosszahn, Lapislazuli, Perlmutt.“

Wolfgang Dell


P R E S S E:

1996 Zeitschrift "OUTDOOR" Heft 5
1996 Waffenzeitschrift "VISIER" Heft 5
1997 Waffenzeitschrift "CALIBER" Heft 5
1997 Internationales Waffenmagazin Heft 11
1998 Waffenwelt Band 15
1998 VISIER Messer Spezial II
1998 KNIVES 98 USA
1999 Messer Enzyclopädie A.E.Harting
2000 Dolche und Kampfmesser von Thomas Laible
2000 Giornale Del Popolo "ESPOLAMA 2000"
2000 Frankfurter Allgemeine (FAZ)
2000 KNIVES special edition "KNIVES OF EUROPE"
2000 Messer Magazin Heft 2 "ESPOLAMA 2000"
2001 KNIVES 2001
2002 Deutsches Waffenjournal (DWJ) "Alaskatauglich"
2003 "BOWIE MESSER" von Matthias Recktenwald, Motorbuchverlag
2005 "MESSER" S. Steigerwald, Motorbuchverlag
2007 "ART OF THE KNIVE" by Joe Kertzman USA
2008 KNIVES 2008

 
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